U-2365 (Typ XXIII)

U-2365 war ein Einhüllen-Küstenboot, das 1944/45 von der "Deutschen Werft" in Hamburg gebaut wurde. Der Rumpf hatte eine Stromlinienform und wurde aus vier Einzelsektionen zusammengebaut.

Die Typ XXIII Boote waren Elektro-Uboote mit großer Unterwasserfahrleistung. Sie waren mit einem Teleskopschnorchel und nur einem Sehrohr ausgerüstet. Die Bewaffnung bestand aus lediglich zwei Bugtorpedorohren. Die maximale Tauchtiefe lag bei ca. 150m.

Insgesamt wurden 62 Boote dieses Typ fertiggestellt. Wer an weiteren Details hinsichtlich Entwicklung, Bau und Einsatz der Typ XXIII U-Boote interessiert ist, dem wird die Lektüre des Buches "U-Boottyp XXIII" von Eberhard Rössler  Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-7637-6236-1) empfohlen.

Der Stapellauf von U-2364 erfolgte am 26.1.1945 und die Indienststellung am 2.3.1945 unter Oberleutnant zur See Korfmann (03/45-05/45). Das Boot gehörte zur 4. U-Flottille in Stettin. Am 5. Mai 1945 wurde U-2365 unter Oberleutnant zur See Uwe Christiansen bei einem Fliegerangriff einer tschechischen Librator L, RAF Sqdr. (311 CzechSqdr) beschädigt und später durch die Besatzung im Rahmen der "Operation Regenbogen" im Kattegat vor Anholt versenkt.

Die Hamburger Bergungsfirma Beckedorf erhielt 1965 den Auftrag, das im Kattegat auf dem Meeresgrund liegenden U 2365 ausfindig zu machen und zu heben. Im Juni 1956 wurde das U-Boot dann vom Bergungsschiff "John Beckedorf" aus als 56 m Wassertiefe geborgen.  Nach einem zeitgenössischen Bericht betrat nach der Bergung als erster der letzte Kommandant von U 2365, Uwe Christiansen, das Boot, um sich aus der Kommandantenkammer sein Fernglas zu holen.

Das Boot wurde nach einer Grundüberholung bei den Kieler Howaldtswerken am 15. August 1957 unter dem Namen "U-Hai" als erstes Unterseeboot der jungen Bundesmarine in Dienst gestellt.

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